Christkind oder Weihnachtsmann?

Wer bringt bei euch die Geschenke? Wenn ihr in Nord-, Mittel- oder Ostdeutschland wohnt wahrscheinlich der Weihnachtsmann. Falls ihr im Süden der Westen beheimatet seit wohl eher das Christkind.

Ursprünglich brachte der Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. Diese Figur geht auf St. Nikolaus, den Bischof von Myra, zurück. Martin Luther widerstrebte jedoch die Heiligenverehrung der Katholischen Kirche. Allerdings war ihm wohl klar, dass die Menschen gerne Geschenke bekommen. Daher etablierte er den „Heiligen Christ“, das spätere Christkind. Dieses brachte am 25. Dezember die Geschenke. Die Potestanten hatten dabei übrigens das Glück, dass das Christkind keinen strafenden Begleiter hat, wie der Nikolaus Knecht Ruprecht.

Im 19. Jahrhundert akzeptierten die Katholiken dann das Christkind. Dies war für die Potestanten, die überwiegend in der Mitte und im Norden Deutschlands angesiedelt waren, scheinbar ein Grund, künftig den Weihnachtsmann die Geschenke bringen zu lassen.

Quelle

 

Einkaufen mit Kleinkindern

Mein Albtraum zur Zeit: Der Elefant Die Elfe im Porzellanladen! Nicht, dass sie besonders trampelig wäre, aber es muss eben jedes Stück angefasst, begutachtet und meist auch umgeräumt werden. Trotzdem sollten die Weihnachtseinkäufe natürlich vor dem 24. erledigt sein. Daher habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht, wie man den Einkauf mit Kindern am einfachsten gestaltet:

1. Die beste Lösung: Kind(er) bei Oma/Tante/Freundin abgeben und alleine einkaufen gehen. (Während sich Oma und Tante meist bereitwillig dazu breit erklären, lässt sich die Freundin sicherlich mit den Angebot, das Babysitting ihrer Kinder zu übernehmen, überzeugen.)

2. Mit Babys und ganz kleinen Kindern die Shopping-Tour so planen, dass das Kind seelig im Kinderwagen schläft, während man die Läden durchkämmt. Dies klappt natürlich am besten, wenn das Bäuchlein voll und die Windel leer ist. Zumindest bei der Elfe hat das, als sie noch kleiner war, meist gut funktioniert.

3. Etwas größere Kinder sollten ebenfalls gut gegessen haben, aber ausgeruht sein, damit sie nicht so schnell quengelig werden.

4. Größeren Kindern Aufgaben stellen, wie z.B. etwas bestimmtes finden, alles was grün ist benennen… Im Supermarkt ist die Elfe z.B. ganz wild darauf, alles in den Einkaufswagen zu legen. (Da sie dabei oben im Sitz sitzt, ist es ratsam, die zerbrechlichen Sachen an ihr vorbei zu schummeln.)

5. Haupteinkaufszeiten meiden, also eher unter der Woche als am verkaufsoffenen Adventssonntag einkaufen gehen.

6. Der Tipp für alle mit Kindern über drei Jahren: Den kompletten Weihnachtseinkauf beim IKEA erledigen und die lieben Kleinen in dieser Zeit im Kinderparadies abgeben.

7. Immer genügend Pausen einplanen, am besten auch ein Abstecher zur Buchhandlung mit Lese-Ecke oder dem Spielzeuggeschäft mit Spiel-Ecke.

8. Nicht zu viel vornehmen, lieber mehrmals gehen und dafür nur ein paar Geschäfte besuchen.

9. Falls es trotzdem zum Wutanfall kommen sollte, die Tipps aus dem Artikel Trotzanfall im Supermarkt beachten.

Was sind eure Überlebenstricks für das Einkaufen mit Kindern? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Kindersicherer Kleber aus Gummibärchen

Seit ein paar Monaten bastelt die kleine Elfe für ihr Leben gern. Das ist echt schön mit anzusehen. Nun wollten wir für die Großeltern ein Weihnachtsgeschenk basteln. Dazu benötigten wir Kleber. Nachdem die Gefahr groß ist, dass dieser Kleber früher oder später auch im Kindermund landet, sollte er kindersicher sein. Die Lösung: Kleber aus Gummibärchen.

Selbstgemachter Kleber aus Gummibärchen

Für den kindersicheren Kleber erhitzt man

  • 15 Gummibärchen
  • mit 30 ml Wasser

bis die Gummibärchen sich verflüssigt haben (nicht kochen!). Den Kleber dann noch warm auftragen. Am einfachsten geht das mit einem Pinzel. Hält bombenfest!

Magischer Extra-Tipp:

  • Da der Kleber essbar ist, lassen sich damit z.B. auch Zuckerkringel auf ein Lebekuchenhaus kleben.

 

Vorsicht: Keine Nüsse für Kleinkinder!

Gerade zur Weihnachtszeit gehören Nüsse ja eigentlich dazu. Dies sollte allerdings nicht für Kinder unter 4 Jahren gelten. Denn der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte weist darauf hin, dass das Knabbern von Nüssen und Mandeln für die Untervierjährigen höchst gefährlich sein kann. Die Nüsse können leicht in die Atemwege gelangen und Erstickungsanfälle auslösen. Und das Risiko ist nicht zu unterschätzen: Nach Zahlen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) wird jeder zweite Erstickungsunfall bei Kleinkindern von Nüssen verursacht.

Neben ganzen Nüssen und Mandeln sind gerade Erdnüsse besonders gefährlich, da deren Schalen auch von kleinen Kindern leicht geknackt werden können. Außerdem werden sie besonders oft als salzige Erdnüsse zum Knabbern angeboten. Ebenso gilt das Verbot für Gebäck oder Schokolade mit ganzen Nüssen. Besonders gefährlich kann es auch werden, wenn die Kleinkinder beim Essen abgelenkt sind, wie z.B. auf dem Weihnachtsmarkt, wo es ja so viel zu schauen gibt.

Gemahlene Nüsse und Mandeln sind hingegen unbedenklich, falls keine Nussallergie beim Kind vorliegt.

Falls ein Kind Atemnot hat, röchelt oder hartnäckig hustet, sollte man unbedingt die nächste Kinderklink aufsuchen, da dies Anzeichen für das falsche Verschlucken von Nüssen (oder etwas anderem) sein können.

Weitere Informationen hierzu findet ihr direkt beim Bundesverband der Kinder-und Jugendärzte.

Selbstgemachter Kinderpunsch

Die Elfe hatte alle ihre Freunde zu einer Nikolausfeier eingeladen. Da durfte natürlich auch das passende weihnachtliche Getränk nicht fehlen: Selbstgemachter Kinderpunsch. (Auch wenn der Kinderpunsch zugegebenermaßen hauptsächlich von den vielen schwangeren Mamas getrunken wurde.)

Weihnachtlicher KinderpunschFür selbstgemachten Kinderpunsch benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 1 Liter Apfelsaft
  • 1 ungespritzte Orange
  • 1/2 ungespritzte Zitrone
  • 2 Eßlöffel Zucker
  • 2 Zimtstangen
  • ca. 8 – 10 Nelken

Der Kinderpunsch ist ganz einfach gemacht:

Den Apfelsaft auf dem Herd erwärmen. Die Orange und Zitrone in Scheiben schneiden, leicht mit der Hand über dem Topf ausdrücken und in den Topf geben. Auch alle übrigen Zutaten einfach dazu geben und alles eine Weile ziehen lassen – fertig ist der Kinderpunsch! Je länger er zieht, desto intensiver schmecken die Gewürze. Sollte es euch zu intensiv sein, einfach mit etwas Wasser verdünnen.

Magischer Extra-Tipp:

  • Für alle nicht-schwangeren Mütter und Väter lässt sich mit den gleichen Zutaten auch ein sehr leckerer Glühwein herstellen! Einfach die Zuckermenge auf 3 – 4 Eßlöffel erhöhen. Und der Glühwein sollte natürlich nicht kochen, sonst verfliegt der ganze Alkohol. 😉

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Rezept für selbstgemachten Kinderpunsch

Trotzanfall im Supermarkt

Der Moment ist gekommen, auf den ich schon gewartet habe, seit ich schwanger war: Vor ein paar Tagen lag die Elfe zum ersten Mal mit einem Wutanfall auf dem Boden des Supermarktes. Okay, mein Fehler – ich hatte ihr verboten, mit den Nektarinen Ball zu spielen. Da darf man ja wohl einen Trotzanfall bekommen, oder?

Der Auftritt war noch etwas enttäuschend: Sie hatte sich einfach auf den Boden fallen lassen. Sie war dann jedoch von ihrem Wutanfall selbst so überrascht, dass sie nur ruhig da lag und um sich geschaut hat.

Ich bin mir aber sicher, dass dieser Zornanfall noch steigerungsfähig ist – das nächste Mal hat sie ja schon mehr Übung darin. Daher habe ich mich im Internet mal schlau gemacht und bin darauf gestoßen, dass der Wutanfall von Kleinkindern jetzt sogar wissenschaftlich untersucht wurde:

Die Wissenschaftler Michael Potegal (University of Minnesota), Pamela G. Whitney (Quinnipiac University) und James A. Green (University of Connecticut) haben sich dem kleinkindlichen Wutanfall angenommen und über 100 Zornanfälle analysiert, die sie vorher auf Tonband aufgenommen hatten. Das Ergebnis: Alle Trotzanfälle von Kleinkindern folgen einem bestimmten Muster bzw. Rhythmus. Wenn man dieses in Auge behält kann man besser damit umgehen.

Entgegen früherer Annahmen besteht ein Zornanfall nicht aus den zwei aufeinanderfolgenden Phasen „Wut“ und „Trauer“, sondern die beiden laufen im Wutanfall vielmehr parallel ab. Die Wut drückt das Kind durch Schreien und Brüllen aus, die Trauer durch Wimmern und Weinen. Der Trick, den Trotzanfall so schnell wie möglich zu beenden, liegt laut Potegal darin, so schnell wie möglich die Spitze der Wut zu erreichen, was am lauten Schreien erkennbar ist. Danach flacht der Zornanfall meist schnell ab. Die Trauer bleibt und dann sollen die Kinder natürlich in den Arm genommen und getröstet werden.

Die Spitze des Wutanfalls erreicht man laut Potegal am einfachsten, in dem man nichts tut. Alles eingreifen, wie z.B. das Nachfragen, verlängert den Trotzanfall nur. Das liegt daran, dass die kleinen Kinder bei einem Zornanfall nicht in der Lage sind, weitere Informationen zu verarbeiten. Dies überfordert sie und verlängert den Wutanfall damit. Allenfalls klare kurze Anweisungen können helfen, wie „Setz dich hin“.

Meine Erfahrung mit der Elfe zeigt, dass sie sich zwar z.B. manchmal mit Händen und Füßen wehrt, in den Buggy zu sitzen, und die berühmte „Ich bin ein Brett“-Haltung einnimmt. Sobald sie aber sitzt und ich die Gurte schließe, ist, der Wutanfall vorbei, alles wieder in bester Ordnung und sie lacht mich an. (In letzter Zeit befindet sie sich übrigens meist eher im Aggregatzustand „Ich bin Wackelpudding“, wenn ich sie z.B. irgendwo wegführen will.)

Den Eltern raten die Wissenschaftler, die Wutanfälle eher als wissenschaftliche Studie zu betrachten, als sich emotional hineinziehen zu lassen. So können die Trotzanfälle sogar interessant statt peinlich sein. Na, dann bin ich ja schon mal gespannt, auf unser nächstes wissenschaftliches Experiment.

Weitere Informationen zu der Studie, inkl. einem sehr interessanten Podcast und einem Video zum Thema Trotzanfall findet ihr bei nrp. Auf Englisch, aber in jedem Fall betrachtenswert.

Und was sind eure Tipps und Tricks, mit den Zornanfällen eurer Lieblinge umzugehen? Ich würde mich über Kommentare freuen, vielleicht entdecken wir ja gemeinsam noch eine bessere Lösung für Wutanfälle.

Magischer Extra-Tipp:

  • Wenn ihr das nächste Mal eine verzweifelte Mutter oder einen ratlosen Vater vor einem trotzenden Kind auf dem Boden des Supermarktes stehen seht, dann schenkt ihnen ein Lächeln und  eine Anmerkung wie „Ach, sind sie nicht süß, die Kleinen? Das hatten wir letzte Woche.“ Sie werden euch dankbar sein.

Leckere Weihnachtsplätzchen

Bereits im letzten Jahr habe ich mich darauf gefreut, in diesem Jahr zum ersten Mal Weihnachtsplätzchen gemeinsam mit meiner kleinen Elfe zu backen. Sie hatte riesen Spaß dabei. Logisch: Im Gegensatz zu der Knete, die ich ihr normalerweise vorsetze, konnte man dieses Mal den Weihnachtsplätzchen-Teig sogar essen.

Und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen:

Rezept für Ausstecher, Weihnachtskekse

Ich habe ein ganz einfaches Rezept benutzt:

  • 250 Gramm Butter
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 kleine Eier
  • 500 Gramm Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Und so macht ihr den Teig für die Weihnachtsplätzchen:

Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, dann die Eier dazu geben und zum Schluß das mit dem Backpulver vermischte Mehl und die Prise Salz. Fertig ist der Teig. Falls er durch langes Rühren recht weich geworden ist, könnt ihr ihn für 30 – 60 Minuten in den Kühlschrank stellen, bevor ihr ihn weiterverarbeitet. Nun einfach auf einer bemehlten Unterlage mit einem bemehlten Wellholz ausrollen und ausstechen. Die Elfe macht´s vor:

Selbstgebackene Weihnachtskekse  Selbstgemachte Ausstecherle

Anschließend backt ihr die Weihnachtsplätzchen bei 200 Grad ca. 8 – 12 Minuten (je nach Größe). Wenn sie an der Unterseite leicht bräunlich sind, sind sie fertig.

Magische Extra-Tipps:

  • Lecker ist es auch, wenn ihr den Teig mit etwas abgeriebener Schale einer ungespritzten Zitrone verfeinert.
  • Falls ihr die Weihnachtsplätzchen wie wir mit Zuckerperlen verzieren möchtet, so bringt diese am besten vor dem Backen auf. Benutzt ihr Zuckergußstifte, dann erst nach dem Backen verzieren, sonst verläuft der Zuckerguß.
  • Wenn ihr die Weihnachtsplätzchen vor dem Backen (und ggf. vor dem Verzieren, hält dann auch besser) mit etwas verrührtem Ei einstreicht, glänzen sie hinterher sehr schön.
  • Ein schönes Mitbringsel in der Weihnachtszeit sind schön verpackte Tassenkekse in einer Glastasse, die später auf den Rand der Tasse gesteckt werden können, Dazu benutzt ihr diese Ausstecher*.

Tassenkekse in Glastasse als hübsches Mitbringseln im Advent und der Weihnachtszeit.

Noch mehr leckeres Weihnachtsgebäck:

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Rezept Butterplätzchen

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