Wie das Nachtfläschchen abgewöhnen?

Ich glaube, ich habe schon berichtet, dass unsere Elfe im ersten Lebensjahr eine recht gute Schläferin war. Komischerweise war bei uns das zweite Lebensjahr in Punkto Schlafen schwieriger.

Nachdem sie bereits regelmäßig 10 – 12 Stunden pro Nacht durchgeschlafen hatte, gab es auf einmal Phasen, in denen sie nachts ein- oder mehrmals ein Fläschchen wollte. Das hatte meist damit begonnen, dass sie krank war und daher nachts aufwachte und weinte. Da ich bei Fieber immer Angst hatte, dass sie nicht genug Flüssigkeit bekommt, habe ich ich dann ein Fläschchen gemacht. Das fand sie auch super, hat es komplett leer getrunken und ist dann ohne Murren sofort wieder eingeschlafen. Allerdings fand sie die zusätzliche nächtliche Verpflegung so klasse, dass sie das auch beibehalten wollte, als sie wieder gesund war und daher immer noch nachts aufwachte und nach dem Fläschchen verlangte. Nachdem ich das eine ganze Weile brav mitgemacht habe, ist mir folgender Tipp untergekommen:

Um Kleinkindern die Flasche nachts abzugewöhnen, verdünnt man die Milch Nacht für Nacht einfach immer weiter mit Wasser. Nach einigen Tagen gibt man dann nur noch pures Wasser gegen den Durst, oft ist es dann so, dass die Kleinen bald nicht mehr nachts aufwachen.

Bei der Elfe hat das meist auch funktioniert. Als wir dann beim Wasser angekommen waren, hat sie i.d.R. auch bald wieder durchgeschlafen – zumindest bis zur nächsten Krankheit, wenn das Spiel wieder von vorne los ging. ;-)

Natürlich sollte man diesen Trick erst anwenden, wenn das Kind nachts tatsächlich keine Nahrung mehr benötigt. Gerade bei kleinen Babys, die nur Fläschchen bekommen, ist es wichtig, dass man sich an die Dosierangaben auf den Milchpulverdosen hält. Sonst haben die Kleinen durch das viele Wasser im Bauch keinen Hunger mehr und bekommen zu wenig Nahrung.

Tipps zum Einschlafen findet ihr hier und hier.

Magischer Extra-Tipp:

  • Als wir gerade mal wieder in einer Mehrere-Fläschchen-die-Nacht-Phase waren, hatte ich das Problem mit unserer Kinderärztin besprochen. Sie hat darauf hingewiesen, dass kleine Kinder nicht mehr als 300 ml Kuhmilch pro Tag zu sich nehmen sollten, da das enthaltene Eiweiß die Nieren sonst zu stark belastet. Bei den 300 ml sind Milchprodukte wie Joghurt oder Käse bereits mit eingerechnet. Daher fand sie auch die Verdünnungsmethode gut. Generell hat sie aus diesem Grund auch dazu geraten (insbesondere zwischen 12 und 18 Monaten) lieber spezielle Kindermilch statt Kuhmilch zu geben, wie sie von einigen Babynahrungsherstellern angeboten wird.

DIY Dienstag: Selbstgemachte Jonglierbälle

Naja, jonglieren kann die Elfe natürlich noch nicht, aber sie findet alle Bälle super, ob groß oder klein, ob bunt oder einfarbig, ob rund oder eiförmig… Als ich diese selbstgemachten Bälle bei Augusthimmel gesehen habe, musste ich sie gleich nachmachen.

Für die selbstgemachten Jonglierbälle benötigt ihr:

  • Luftballons
  • Stoffreste, altes T-Shirt, Füllwolle oder ähnliches

Und so geht´s:

Einfach vom ersten Luftballon den “Zipfel” zum Aufblasen abschneiden, so dass nur noch der runde Ballon übrig ist. Ich habe dann ein altes T-Shirt in Streifen gerissen, einen Knödel geformt und den Ballon damit befüllt. Für einen Ball habe ich ca. 1/2 T-Shirt genommen. Das kann man variieren, je nachdem wie groß man den Ball haben möchte. In dieser Größe eignet er sich aber gut zum Jonglieren. Insbesondere, da die Bälle durch das Gummi gut in der Hand liegen. Danach einfach nochmals in Form knautschen, bei zwei oder mehr weiteren Ballons wieder den “Zipfel” und gegebenenfalls auch das andere Ende abschneiden und über den Ball ziehen. Eine detailierte Anleitung mit Bildern gibt es bei Augusthimmel. Ein Ball ist in ca. fünf Minuten gemacht.

Bitte kleine Kinder nur unter Aufsicht mit den Bällen spielen lassen. Falls sich einer der Luftballons löst, besteht Erstickungsgefahr.

Magischer Extra-Tipp:

  • Besonders toll findet die Elfe, dass die Bälle auch schwimmen und sie sie mit ins Plantschbecken nehmen kann.

 

Rituale zum sanften Einschlummern

“Das Baby sucht Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung. Es ist ein Grundbedürfnis jedes Babys, Regelmäßigkeiten zu entdecken”, erklärt Hamburger Diplom-Psychologin Renate Barth hier.

Unsere Elfe war eigentlich ein ziemlich entspanntes Baby. Während ich von anderen Müttern gehört habe, dass ihre Kleinen völlig durcheinander kamen, wenn nur eine Klitzekleinigkeit in ihrem Tagesablauf anders war als sonst, blieb unsere Elfe immer sehr gelassen. Trotzdem haben wir gerade für das Zubettgehen kleine Rituale eingeführt:

Als Baby war das die Spieluhr. Die kannte sie schon aus dem Bauch, auf den ich diese gegen Ende der Schwangerschaft abends öfters gelegt habe. Ich hatte nämlich gehört, dass man damit die Kinder schon an eine Melodie zum Einschlafen gewöhnen kann. Auch wenn ich mir dabei manchmal etwas albern vorkam, war ich doch ganz froh, es gemacht zu haben. Als die Elfe nämlich im Brutkasten war, dürfen wir die Spieluhr außen hinhängen und sie ihr vorspielen. Das hat wohl auch die eine oder andere Schwester ab und zu zur Beruhigung gemacht. So hatte sie etwas Vertrautes bei sich.

Als sie etwas größer war, haben wir angefangen nach dem Umziehen und Zähneputzen mit ihr Bücher anzuschauen und ihr im Bett noch etwas vorzusingen. Wenn der Papa schon von der Arbeit da ist, ist er beim Lesen auch immer mit von der Partie. Das genießt sie dann besonders.

Magischer Extra-Tipp:

  • Was man vermeiden sollte, ist “ungeschickte” Rituale einzuführen wie z.B. mit dem Auto um dem Block zu fahren, den Staubsauger anzumachen und was man sonst alles noch so hört. Damit tut man sich keinen Gefallen. Ich habe mal irgendwo Folgendes gelesen: Wenn ein Kind z.B. auf dem Arm der Eltern einschläft und es nachts in seinem Bettchen aufwacht, stellt es fest, dass etwas anders ist als beim Einschlafen. Also stimmt für es etwas nicht. Daher fängt es an zu weinen und möchte wieder auf den Arm. Ich finde das sehr einleuchtend (auch wenn es sicherlich oft schwer ist, hier eine optimale Lösung zu finden). Natürlich soll das Kind sich in erster Linie wohl und behütet fühlen. Ein Kind alleine im Bett weinen zu lassen ist für mich überhaupt gar keine Option.
  • Eine Idee, wie man etwas größere Kinder dazu hinführen kann, alleine einzuschlafen, ist das Küsschenspiel.

Bunte Aufbewahrungsdosen

Wir haben so viel Krimskrams, dass wir gar nicht genug Dosen zur Aufbewahrung haben können. Hier eine bunte Abwandlung der Schnurdosen.

Für die selbstgemachten Aufbewahrungsdosen benötigt ihr:

  • leere Kaffee-, Milchpulver-, Erdnuss- oder sonstige Dose
  • bunte Wollreste

Und so geht´s:

Einfach die Dose großzügig mit Bastelleim einschmieren und die Wolle darumwickeln. Fertig!

Magischer Extra-Tipp:

  • Besonders professionell sehen die Dosen aus, wenn ihr den Deckel in der passenden Farbe ansprüht.

 

Selbstgemachtes Beistellbett für guten Babyschlaf

Bevor die Elfe auf der Welt war, haben wir uns natürlich alle möglichen Gedanken zur Babyausstattung gemacht. Sie sollte es ja möglichst schön und bequem bei uns haben. Daher wollte ich ursprünglich auch eine Babybay für sie kaufen. Wir haben uns dann jedoch dazu entschlossen, eine Gitterbett vom Möbelschweden zu holen, an dem man eine Seite abmontieren konnte. Das haben wir dann als Balkon ans Ehebett geschoben und mit Schraubzwingen und Gurten unten am Rahmen befestigt. Das hat prima funktioniert.

Die Elfe hat ja ihre ersten Wochen im Brutkasten verbracht. Die Schwestern dort hatten ihr immer ein kleines Nestchen gebaut: Dazu nimmt man ein Handtuch, rollt es der Länge nach als Wurst zusammen und legt ein Ei. Darüber kommt dann eine dünne Baumwolldecke, die an allen Seiten unter die Handtuchwurst geschlagen wird. Damit sich die Elfe in dem relativ großen Bett nicht so verloren vorkam, haben wir ihr zu Hause in den ersten Monaten ebenfalls so ein Nestchen ins Bett gebaut. Das fand sie sehr kuschelig.

Nach ca. 8 oder 9 Monaten haben wir dann das Gitter ans Bett montiert und sie auch etwas weiter vom Ehebett weg geschoben. Mit 10 Monaten ist sie in ihr Zimmer umgezogen. Man sagt ja, dass Babys als Vorbeugung gegen den Plötzlichen Kindstod im Elternschlafzimmer schlafen sollten, bis sie ca. 1 Jahr alt sind. Aber für uns hat es sich zu diesem Zeitpunkt richtig angefühlt.

Magischer Extra-Tipp:

  • Handtücher sind als Schlafhilfe generell sehr praktisch: Unsere Kinderärztin hat uns empfohlen, die Matratze am Kopfende durch 1 bis 2 untergeschobene Handtücher zu erhöhen, wenn die Elfe erkältet ist. Das erleichtert die Atmung.

DIY Dienstag: Farfalle aus Filz

Die Elfe hat gerade zwei Vorlieben: Nudeln und selbst kochen. Daher habe ich ihr Farfalle aus Filz gemacht, dann kann sie ihre Nudeln künftig in ihrer kleinen Küche selbst zubereiten.

Für die Farfalle aus Filz benötigt ihr:

  • Filz
  • Nadel und Faden

Und so geht´s:

Den Filz in 4 cm x 2,5 cm große Stücke schneiden. Diese 3 x falten, so dass sie wie eine kleine Schleife aussehen. Dann mit doppeltem Faden einen Stich durch die Mitte der Nudel machen und wieder zurück. Dort mit der Nadel unter dem Knoten durch, anziehen und die Enden verknoten. Fertig ist die Farfalle.

Die Idee habe ich hier gefunden.

Magische Extra-Tipps:

  • Sehr schön sieht es aus, wenn ihr die Enden der Farfalle mit einer Zickzack-Schere schneidet.
  • Bunter wird´s, wenn ihr auch rote und grüne Nudeln macht, also praktisch Tricolore.

Und zum Nachtisch gibt es Erdbeeren aus Filz.

Fliegen mit Kleinkind

Letzte Woche habe ich einen Artikel zum Fliegen mit Baby veröffentlicht. Hier ein paar zusätzliche Tipps, wie ihr euch das Fliegen mit Kleinkind so angenehm wie möglich gestaltet.

Vorbereitung:

  • Für Kinder ab 2 Jahren müsst ihr einen eigenen Sitzplatz buchen. Dies gilt übrigens auch, wenn euer Kind erst zwischen Hin- und Rückflug 2 Jahre alt wird. Dafür fallen ca. 80 % des Erwachsenen-Ticketpreises an.
  • Die Kleinkinder haben dann meist die gleiche Freigepäckmenge wie ein Erwachsener. Infos dazu findet ihr auf der Website eurer Fluglinie. I.d.R. sind zusätzlich ein Faltbuggy und ein Autokindersitz frei.
  • Bei vielen Fluggesellschaften kann ein Kids Menü bestellt werden. Dies hat auch den Vorteil, dass die Spezialmenüs meist zuerst gebracht werden. Eure Kleinen müssen dann nicht so lange auf ihr Essen warten. Schaut auf der Website der Fluggesellschaft nach, wie viele Tage vor Abflug dieses spätestens bestellt werden muss.

Packliste für das Handgepäck:

  • Zur Grundausstattung gehören ein extra Jäckchen/Strümpfe etc. für das kalte Flugzeug, ein paar Snacks wie Kekse, Obst, Rosinen, Salzstangen oder was euer Kind gerne mag für die Zeiten zwischen dem Service, etwas zu Trinken, genügend Windeln und Feuchttücher, Schlaf-/Kuscheltier, ggf. Schnuller, ggf. benötigte Medikamente/Nasentropfen.
  • Für die Unterhaltung an Bord am besten vor dem Flug ein paar neue, günstige Spielzeuge (z.B. aus dem 1-Euro-Laden) besorgen, die auch verloren gehen dürfen. Neues ist immer interessant. Ebenso neue Pixi-Bücher, Buntstifte und ein paar Bögen Papier, Aufkleber, Zaubertücher und sonstige leichte Spielsachen.
  • Auch wenn ihr euer Kind sonst nicht mit eurem Smartphone oder Tablet-PC spielen lasst, bieten spezielle Apps für Kleinkinder eine gute Unterhaltung beim Fliegen. Also vorher mal stöbern, was ihr aufspielen möchtet. Die Elfe könnte z.B. stundenlang Photos und Videos von sich selbst ansehen. (Allerdings müsst ihr dann auch künftig damit leben, dass euer Kind mit eurem Smartphone spielen möchte, sobald es in sein Sichtfeld gelangt.)

Auf dem Flughafen:

  • Seit die Elfe schwerer ist, nehme ich immer den Falt-Buggy mit bis ans Flugzeug und als Handgepäck einen Rucksack.
  • Falls ihr keinen Buggy mit bis zum Flugzeug nehmen möchtet, ist der TRUNKI Kinderkoffer eine Alternative für euch. Dieser Hartschalenkoffer bietet sich als Sitzgelegenheit für die Kleinen beim Warten an. Etwas größere Kinder, die sich festhalten können, könnt ihr damit sogar über den Flughafen ziehen.
  • Auf manchen Flughäfen gibt es einen Kinderspielplatz. Am besten vorher im Internet erkundigen, falls ihr einen längeren Zwischenstopp habt.
  • Obwohl Eltern mit Kindern meist zuerst einsteigen dürfen, empfiehlt es sich, mit sehr agilen Kindern möglichst spät einzusteigen und sie sich am Flughafen noch etwas auspowern zu lassen.

Sicherheit im Flugzeug:

  • Für Kleinkinder stehen im Flugzeug auch nur die normalen Bauchgurte zur Verfügung. Viel sicherer reisen eure Kleinen mit zusätzlichen Sicherungs-systemen. Mittlerweile gibt es diese auch in Deutschland zu kaufen:
    - CARES Kinderrückhaltesystem: 4-Punkt-Gurtsystem, das zusammen mit dem Bauchgurt des Flugzeuges verwendet wird. Es ist leicht und platzsparend zu transportieren und für Kinder zwischen 1 und 4 Jahren gedacht (10 bis 20 kg Körpergewicht und max. 1 Meter Körpergröße).
    - LUFTIKID: Ein aufblasbares System, ähnlich einem Airbag, für Kinder zwischen 9 Monaten und 7 Jahren. Dieses kann laut Anbieter sowohl im Flugzeug als auch im Auto (z.B. dem Mietwagen am Urlaubsort) oder Bus (mit Sicherheitsgurt) verwendet werden.
    - Autokindersitz mit Flugzulassung: Welche Sitze eine Flugzulassung haben, erfahrt ihr bei den Herstellern.

Ich hoffe, die Tipps tragen zu einem entspannten Flug für euch bei. Falls es euer erster Flug mit Kind ist, empfehle ich euch, auch den Artikel “Fliegen mit Baby” zu lesen, da der ein oder andere Tipp dort für euch auch noch relevant ist.

Ich – und sicherlich auch andere Leser – würde mich freuen, wenn ihr euer Erfahrungen und Tipps rund um das Fliegen mit Kleinkindern hier als Kommentar ergänzt.

Erstickungsgefahr für Babys und Kleinkinder – was tun?

Vor einiger Zeit habe ich hier gepostet, dass Kinder unter 4 Jahren auf Grund der Erstickungsgefahr keine ganzen Nüsse bekommen sollten. Heute hat Elfchen dazu in einem Kommentar berichtet, dass ihr Kleiner mit 15 Monaten fast an einer kleinen Traube erstickt wäre. Das war immer mein Alptraum, daher habe ich Trauben ganz lange durchgeschnitten. Und ihren ersten nicht geraspelten Apfel hat die Elfe erst mit ca. 1 3/4 Jahren erhalten. (Ich weiß, dass das etwas überzogen war, es hätte ja genauso gut etwas anderes sein können, aber irgendwie habe ich sie vor meinem Inneren Auge immer an einem Apfelstück ersticken sehen. Vielleicht habe ich als Kind zuviel Schneewittchen gelesen.)

Mittlerweile habe ich in einem Erste-Hilfe-Kurs für Kinder (bzw. deren Eltern) gelernt, dass das eher noch schlimmer ist. Der Arzt meinte, es sei besser, den Kindern z.B. einen Apfelschnitz in die Hand zu geben, den sie dann mit ihren Vorderzähnchen selbst “abraspeln”, als keine Stückchen, die dann eher mal “in den falschen Hals” geraten. So steht das auch auf der Website “Erste Hilfe für Kinder”, wo auch Trauben, Luftballons, Murmeln und kleine Legos als Gefahrenquellen genannt werden. Ich bin kein Mediziner, daher kann ich hier natürlich auch keinen fachkundigen Rat geben, aber die Seite macht auf mich als Laie einen hilfreichen Eindruck. Ganz wichtig ist auch der Tipp, die Kleinen nie ohne Aufsicht essen zu lassen. Außerdem sollten sie dazu möglichst am Tisch sitzen und nicht herumrennen.

Doch was tun, falls euer Kind wirklich mal zu ersticken droht? Im Erste-Hilfe-Kurs wurde geraten, so wie hier beschrieben vorzugehen. Eine recht kleine Abbildung gibt es auch auf der oben genannten Website. Ich hatte mir damals einen Ausdruck der Rückenklopfmethode und des Heimlich-Griffs gemeinsam mit einer Kurzanleitung für die Herz-Lungen-Wiederbelebung von Babys und Kleinkindern in den Küchenschrank gehängt. Besser für den Ernstfall gerüstet sein, auch wenn ich euch wünsche, dass ihr beides nie brauchen werdet!

Da der Heimlich-Griff auch Risiken birgt, sollte er nie leichtfertig angewandt werden. Außerdem sollte im Anschluss daran auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Fliegen mit Baby

Wir fliegen recht häufig mit unserer Elfe. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich vor dem ersten Flug, als sie 6 Monate alt war, mächtig Bammel hatte. Ich wusste ja nicht, was auf mich zu kommt.

Meine Erfahrung ist nun allerdings, dass gerade das Fliegen mit den ganz Kleinen recht unproblematisch ist, wenn man richtig vorbereitet ist. Am anstrengendsten fand ich das Fliegen mit ihr, als sie zwischen 1 und 2 Jahre alt war. Da war sie schon mobil, wollte immerzu das Flugzeug erkunden und hatte noch keine Geduld, mal längere Zeit ein Buch oder ähnliches anzuschauen.

Da ich öfters mal von jungen Eltern zum Fliegen mit Babys befragt werde, habe ich meine Erfahrungen hier für euch zusammengestellt.

Vorbereitung auf den Flug:

  • Die erste Entscheidung, die ihr treffen müsst, ist, ob ihr tagsüber oder nachts fliegt. Bei kurzen Flügen würde ich auf jeden Fall einen Flug zu einer angenehmen Tageszeit empfehlen, damit euer Baby möglichst wenig gestört wird und nicht aus seinem Rhythmus kommt. Bei Langstreckenflügen ist es schwierig einen Tipp zu geben, da es hier sehr auf euer Kind ankommt. Wir haben mit der Elfe beides ausprobiert. Sie ist generell eine recht unkomplizierte Flugpartnerin, ich ziehe mit ihr aber Tagflüge vor. Nachts ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie schläft, zwar etwas größer, aber wenn sie nicht schläft, ist es um so anstrengender, sie zu bespaßen. Außerdem reagieren die anderen Passagiere sicherlich wesentlich genervter, wenn ein Kind nachts brüllt, als wenn es tagsüber Rabatz macht.
  • Für Babys kann man auf Langstreckenflügen ein Bassinett reservieren. Das ist ein kleines Babybettchen, das an bestimmten Plätzen an der Zwischenwand eingehängt werden kann. Je nach Fluggesellschaft variieren die Anforderungen. Bei der Lufthansa darf das Baby z.B. max. 14 kg wiegen und max. 83 cm groß sein. Manche Fluggesellschaften verlangen einen geringen Aufpreis. So ein Bettchen lohnt sich aber auf jeden Fall, insbesondere wenn man keinen eigenen Sitzplatz für das Baby gebucht hat. Die Elfe hat bei ihrem ersten Flug mit ca. 6 Monaten fast die ganze Zeit selig in diesem Bassinett geschlafen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr auf diesen Plätzen etwas mehr Beinfreiheit habt. Wenn ihr eine Decke auf den Boden legt, kann euer Kleines hier auch schön spielen. Da die Babybettchen aber sehr begehrt sind, unbedingt rechtzeitig vor dem Flug direkt bei der Fluggesellschaft reservieren und auch beim Check-in nochmals kontrollieren, dass ihr auch den richtigen Platz habt.
  • Alternativ könnt ihr auch einen eigenen Sitz für euer Baby buchen. Dafür fallen aber dann die gleichen Gebühren an, wie für einen Sitzplatz für Über- Zweijährige, also i.d.R. ca. 80% des Flugpreises eines Erwachsenen. Der Vorteil ist, dass ihr einen Autokindersitz mit Flugzulassung (erkennbar am “For use in aircraft”-Zeichen des TÜV Rheinland) mit an Bord nehmen dürft oder ein anderes Kinderrückhaltesystem für das Flugzeug verwenden könnt. Darin reist euer Kind sicherer. Der von der Fluggesellschaft bereitgestellte Loop-Belt (s.u.) ist in Amerika verboten, da Studien gezeigt haben, dass das Verletzungsrisiko zu groß ist. Wenn ihr einen Autokindersitz mit an Bord nehmen möchtet, solltet ihr dies vorsichtshalber rechtzeitig vor dem Flug mit der Fluggesellschaft abstimmen. Darauf zu hoffen, dass das Flugzeug nicht ganz voll ist und ihr daher einen Sitzplatz für euer Baby bekommt, ist ziemlich riskant. Selbst wenn dann ein Platz frei sein sollte, lassen euch die Fluggesellschaften den Autokindersitz normalerweise nicht mit an Bord nehmen.
  • Je nach Fluggesellschaft gelten für euer Baby unterschiedliche Freigepäckmengen, Infos dazu findet ihr auf der Website eurer Fluglinie. I.d.R. sind zusätzlich ein Faltbuggy und ein Autokindersitz (im Gepäckraum) frei.

Packliste für das Handgepäck:

  • Wechselklamotten für euer Baby (und evtl. auch für euch). Denkt auch daran, dass es in Flugzeugen immer recht kalt ist, also auch im Sommer noch ein extra Jäckchen/Strümpfe etc. mitnehmen. Kleine Babydecken und Mull-/Spuckwindeln tun auch gute Dienste.
  • Genügend Nahrung für euer Kleines, am besten seine Lieblingskost. Dabei auch einkalkulieren, dass es zu Verspätungen kommen kann oder ihr evtl. einen Flug verpassen könntet. Wenn ihr ein Baby dabei habt, könnt ihr übrigens i.d.R. auch problemlos eine Thermoskanne mit heißem Wasser und/oder eine Flasche kaltes Wasser mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen. Das ist sehr praktisch, falls ihr Fläschchen gebt, denn es kann mitunter lange dauern, bis eine Stewardess an Bord das Fläschchen auf die richtige Temperatur gebracht hat. Evtl. werdet ihr bei der Sicherheitskontrolle gebeten, einen Schluck von dem Wasser zu trinken.
  •  Ebenso genügend Windeln und Feuchttücher. Zur Not haben die Fluglinien i.d.R. auch eine kleine Menge an Bord.
  • Lieblingsspielzeuge wie Beißringe oder eine Kinderwagenkette (für das Bassinett) etc. Hier empfiehlt es sich insbesondere bei kleinen Babys, diese an Schnullerketten/Schnüre zu binden, damit sie nicht ständig auf dem dreckigen Flugzeugboden laden. (Aber natürlich aufpassen, dass sich euer Baby damit nicht strangulieren kann.)
  • Schnuller, Schlafkuscheltier, Spieluhr oder was euer Kleines sonst zum Einschlafen benötigt.
  • Ein bis zwei kleine Büchlein, die ihr mit den Kleinen anschauen könnt. Mich haben Fühlbücher schon über machen Flug gerettet, da die Elfe beim Anschauen und Befühlen eingeschlafen ist.
  • Nasentropfen, da diese ggf. bei Start und Landung helfen, den Druck auf den Ohren zu verhindern. Außerdem Weitere Medikamente, die ihr für euer Baby oder für euch benötigt.

Auf dem Flughafen:

  • Jedes Kleinkind darf i.d.R. kostenfrei einen Kinderwagen/Buggy mitnehmen. Faltbare Buggys könnt ihr mit bis ans Flugzeug nehmen und euch auch bei einem Zwischenstopp aushändigen lassen, wenn ihr das Flugzeug wechseln müsst. Das ist bei schweren Kindern sehr zu empfehlen. Auf manchen Flughäfen werden zwar kostenfreie Buggys für die kleinen Passagiere angeboten, aber erfahrungsgemäß sind diese nie dort, wo man sie gerade benötigt. Leider ist es bei manchen Fluggesellschaften allerdings so, dass der Buggy am Zielflughafen nicht an der Maschine bereit steht, sondern auf dem Gepäckband landet. Falls ihr den Buggy bis mit ans Flugzeug nehmt, empfehle ich als Handgepäck einen Rucksack, damit ihr die Hände zum Schieben frei habt (insbesondere, wenn ihr alleine mit Baby unterwegs seit).
  • Als die Elfe noch klein war, hatte ich sie am Flughafen immer in der Bauchtrage und hatte als Handgepäck einen Trolly-Koffer zum Ziehen dabei.
  • Praktisch für den Urlaub ist auch ein Sit’n'Stroll. Das ist ein Autokindersitz mit Flugzulassung, der Dank auszuziehbarer Stange auch als Art Kinderwagen verwendet werden kann. Alternativ gibt es von Britax auch eine Karre, auf der ausgewählte Autokindersitze befestigt werden können. Beides ist jedoch leider in Deutschland nicht erhältlich, kann aber z.B. über Amazon aus dem Ausland bestellt werden.
  • Bei den meisten Fluggesellschaften dürfen Eltern mit kleinen Kindern zuerst in die Maschine einsteigen. Solange die Kinder noch nicht mobil sind, empfiehlt sich das auch, da man dann noch ein Gepäckablagefach direkt über seinem Sitz bekommt. Bei etwas größeren Kindern kann es aber auch empfehlenswert sein, die Zeit an Bord so kurz wie möglich zu halten und daher erst spät einzusteigen.

Im Flugzeug:

  • Wenn euer Baby keinen eigenen Sitz hat, bekommt ihr von der Stewardess für Start, Landung und Turbulenzen einen sogenannten Loop-Belt. Das ist ein Bauchgurt für euer Kleines, der in euren Gurt eingehängt und dann wie der normale Flugzeug-Gurt geschlossen wird. Erst auf der Reiseflughöhe erhaltet ihr von der Stewardess das Baby-Bassinett.
  • Auf Grund der Druckveränderungen in der Kabine empfiehlt es sich, euer Baby während Start und Landung zu stillen bzw. ihm das Fläschchen oder einen Schnuller zu geben. Durch die Nuckelbewegung kommt es zu einem Druckausgleich im Ohr. Ein Über- oder Unterdruck kann sonst zu Schmerzen führen. Sollte euer Kleines eine Erkältung haben und ihr müsst fliegen, dann solltet ihr ihm jeweils rechtzeitig Nasentropfen geben. Am besten lasst ihr es dann aber vor Abflug noch vom Arzt untersuchen, um sicherzugehen, dass es keine Ohrenentzündung hat.
  • Falls ihr stillt, lasst ihr euch am besten von der Stewardess eine Flasche Wasser geben, damit ihr immer genug zu trinken habt und nicht auf den Service angewiesen seit.
  • Viele Fluggesellschaften haben Gläschen für die Kleinen an Bord. Ich habe aber immer Gläschen selbst mitgenommen, von denen ich wusste, dass die Elfe sie mag. Diese kann man von den Stewardessen erwärmen lassen.
  • Die Toiletten mit herunterklappbarem Wickeltisch sind entsprechend gekennzeichnet.

So, nun wünsche ich einen angenehmen Flug! Ich – und sicherlich auch andere Leser – würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen und Tipps rund um das Fliegen mit Babys hier als Kommentar ergänzt.

Zusätzliche Informationen zum Fliegen mit Kleinkindern findet ihr hier.

DIY Dienstag: Spielzeug zum Knöpfen üben

Die Elfe möchte sich nun am liebsten immer alleine an- und ausziehen. Reißver-schlüsse hoch- und runterschieben klappt schon ganz gut, aber mit dem Auf- und Zuknöpfen happert es noch. Zum Herumprobieren habe ich eine Spielzeug zum Knöpfen üben für sie gemacht.

Dafür benötigt ihr:

  • einen großen Knopf
  • Filz
  • ein Stück Seil

Und so geht´s:

Einen Knoten in das Seil machen und den Knopf daran festnähen. Dann mehrere Filz-Stücke ausschneiden. Ich habe verschiedene geometrische Formen ausge-schnitten, so kann sie diese dabei auch gleich lernen. In der Mitte jeweils einen Schlitz machen. Die Länge muss knapp größer sein als der Durchmesser des Knopfes. Nur in das letzte Filzstück nur ein Loch machen, das so groß ist wie der Durchmesser des Seiles. Dieses dann von hinten auffädeln und dahinter einen Knoten in das Seil machen. So bildet es den Abschluss. Und schon kann gefädelt werden!

Die Idee habe ich von hier.

Magischer Extra-Tipp:

  • Falls ihr einen kleinen Raupe-Nimmersatt-Fan zuhause habt, könnt ihr auch einfach nur Kreise in verschiedenen Grüntönen ausschneiden, einen roten Knopf nehmen und ein Gesicht aufmalen. (Weitere Bastelideen zur Raupe Nimmersatt findet ihr hier und hier.)