Ferien auf dem (und mit dem) Bauernhof

Als Kind war ich in den großen Ferien immer ein paar Tage bei meiner Tante und meinem Onkel auf dem Bauernhof. Das war immer richtig toll und ich habe praktisch die ganze Zeit im Stall verbracht – wenn ich nicht gerade die Ziege an einem Seil spazierengeführt habe… (Wir zwei waren uns da über die Richtung oft nicht ganz einig und aus heutiger Sicht habe ich echt Mitleid mit dem armen Tier.)

Da ich so schöne Erinnerungen an diese Zeit habe, möchte ich auch der Elfe die Gelegenheit geben, das Landleben und die Tiere hautnah zu erleben und wir besuchen mindestens einmal pro Jahr meine Cousine auf dem Bauernhof. Dass das auch der Elfe gefallen würde, war mir früh klar, schließlich war ihr zweites Wort ja “Katze”. (Für alle die jetzt rätseln: Das erste Wort war natürlich “Papa”, das hatte der Elfenvater auch quasi ab Geburt mit ihr geübt.) Seit jener Zeit wird jedes Tier der Gattung “Felis” mit dem erfreuten Ausruf “Katze” in die Flucht geschlagen.

Die paar Tage auf dem Bauernhof sind natürlich immer viel zu schnell vorbei. Jetzt ist das aber nicht mehr ganz so schlimm, denn seit kurzem haben wir unsere eigene kleine Farm. Diese lässt sich bei Bedarf auch handlich verpackt transportieren und mit den Fütterungszeiten muss man es auch nicht so genau nehmen. Sie gehört nämlich zur Gattung “Ravensburger” und wurde uns freundlicherweise von gleichnamigem Spielehersteller überlassen.

Das Spiel heißt “Erzähl mir was vom Bauernhof” und gehört zur Reihe “Spielend Erstes Lernen”. Es ist für ein bis zwei Kinder gedacht und soll primär helfen, den Wortschatz zu erweitern und das logische Denken zu fördern – nicht dass wir das nötig hätten, haben wir doch seit geraumer Zeit ein Echo im Haus. Logisches Denken klappt auch schon prima: Ist z.B. mal etwas, das die Elfe gerade wünscht, nicht verfügbar, hat sie gleich die Lösung parat: “Müssen kaufen gehn.” ;-) Spaß macht das Spiel trotzdem!

Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes bzw. der Kinder, bietet “Erzähl mir was vom Bauernhof” verschiedene Spielmöglichkeiten:

  • Man kann den Bauernhof zusammen mit dem Kind wie ein Buch entdecken, Fenster und Türen einpuzzeln und das Gebäude aufbauen.
  • Mit dem aufgebauten Bauernhof können die Kinder wie mit einem Puppenhaus spielen. Mit der Bauernfamilie und den Tiere erleben sie kleine Abenteuer.
  • Bei der Spielvariante “Jeder an seinen Platz!” bringen die Kinder abwechselnd z.B. die Kuh zu ihrem Kälbchen, den Hahn zu den Hennen oder den Traktor neben das Haus.
  • Größere Kinder spielen “Was ist vertauscht?” entweder mit- oder gegeneinander. Hierbei wird der Bauernhof zuerst korrekt aufgebaut. Dann muss ein Kind die Augen schließen und zwei Tier oder Gegenstände werden vertauscht. Das Kind muss dies nun in Ordnung bringen. Findet es den Fehler ohne Hilfe, darf seine Spielfigur auf dem Spielfeld vor dem Bauernhof einen Schritt nach vorne ziehen. Wer so zuerst den Stall erreicht, hat gewonnen. (Es können auch alle Kinder gemeinsam spielen.)
  • Mit älteren Kindern lassen sich mit dem Spielfiguren laut Hersteller auch das Hörverstehen verbessern und Präpositionen üben. Der Spielbetreuer gibt Sätze vor wie “Der Hase steht vor dem Traktor.” und das Kind stellt dieses dann mit den Figuren nach. Oder der Spielbetreuer stellt die Figuren auf und stellt Fragen dazu.

Wir haben das Spiel als handliches, transportables “Puppenhaus” mit zur Oma genommen. Einige der Tiere sind mittlerweile jedoch in die zur Zeit ebenfalls als Puppenhaus dienende geerbte Feuerwache umgezogen, wie ihr oben sehen könnt. ;-) Am liebsten verwendet die Elfe das Spiel derzeit jedoch zum Puzzeln, sie macht generell gerne kleine “Fitzelarbeiten” mit den Händen, wie ich ja schon oft berichtet habe. Bald werden wir die nächste Spielvariante ausprobieren.

Ich habe das Spiel ab 12,98 Euro bei Amazon gesehen. Es ist schön gestaltet und für den Preis bietet es viele Spielmöglichkeiten. Gut finde ich, dass man das Spiel in keiner Variante als Wettbewerb zwischen den Kindern spielen muss, sondern immer auch gemeinsam spielen kann. Den der Wettbewerbsdruck kommt früh genug. Das einzige, was wir uns fragen: Wo ist denn der Bauer? Als Spielfiguren gibt es nämlich nur einen Jungen, ein Mädchen und eine Bäuerin.

Magischer Extra-Tipp:

  • Wer die Ausstanzplatte der Tiere nicht wie von Ravensburger empfohlen entsorgt, hat noch eine weitere Spielvariante: Die Kinder können die Tiere und Gegenstände in die vorgegebenen Formen einpuzzeln.

Raupenalarm!

Nach den tollen, sonnenverwöhnten letzten Tagen bzw. eigentlich schon Wochen, ist heute wieder Bastelwetter. Für alle kleinen Raupe-Nimmerstatt-Fans hier ein neuer Bastelvorschlag. Der stammt dieses Mal nicht von mir, sondern von meiner kleinen Großcousine.

Für die selbstgebastelte kleine Raupe Nimmersatt benötigt ihr:

  • (möglichst weiße oder hellgraue) Eierschachtel
  • Deckfarbe oder für ganz kleine Kinder selbstgemachte Fingerfarbe
  • Pfeifenputzer
  • Filzstift

Und so geht´s:

Eierkarton in Raupenform zuschneiden. Dann entweder in grün/rot oder bunt bemalen lassen und das Gesicht aufmalen. Zwei kleine Löcher in den Eierkarton machen, Pfeifenputzer durchstecken und die Fühler formen. Fertig!

Magischer Extra-Tipp:

  • Lustig sieht es auch aus, wenn ihr Wackelaugen aufklebt.

Weitere Basteltipps zur kleinen Raupe Nimmersatt:

Mehr zum Buch erfahrt ihr hier.

Mmmhh… Mint Lemonade

Für heute sind bis zu 40 Grad vorhergesagt. Ein cooler Tipp für den heißesten Tag des Jahres: Mint Lemonade. Von der Elfe getestet und für lecker befunden.

Für die Mint Lemonade benötigt ihr:

  • 1/2 Tasse Zucker
  • 4 1/2 Tassen Wasser
  • ca. 8 Zitronen
  • ca. 1/2 Tasse Minzblätter (oder nach Geschmack)

Und so geht´s:

Zuerst einen Zuckersirup herstellen, indem man 1/2 Tasse Wasser mit einer 1/2 Tasse Zucker aufkocht, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Diesen dann abkühlen lassen. Der Zuckersirup eignet sich auch gut zum Süßen anderer Getränke.

Dann die Zitronen auspressen und die Minze fein hacken. Zusammen mit dem Zuckersirup in einen Krug geben und mit 4 Tassen stillem Wasser auffüllen. Umrühren, kaltstellen und am besten mit Eiswürfeln servieren - und schon können euch selbst die heißsten Temperaturen nichts mehr anhaben. :-)

Magische Extra-Tipps:

  •  Die klassische Mint Lemonade macht man mit stillem Wasser, probiert es aber auch mal mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser aus, das bitzelt dann schön auf der Zunge.
  • Oft wird auch etwas weniger Zuckersirup in die Mint Lemonade gegeben und dann ein kleines Krügchen mit Zuckersirup extra gereicht, dann kann sich jeder die Mischung individuell nach seinem Geschmack anpassen.

Weitere Rezepte zum Abkühlen:

Snacks für Kinder: Flachswickel

Neben Brezeln gibt es in der schwäbischen Küche auch noch ein anderes Gebäck, das sich super als Snack für Kinder eignet: Flachswickel. Die Elfe verputzt sie wie nichts, liegt wahrscheinlich in den Genen. ;-)

Für die Flachswickel nach Oma´s Rezept benötigt ihr:

  • 250 gr Mehl
  • 125 gr Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 10 gr Hefe
  • 3 EL Milch
  • Kristall- oder besser Sandzucker zum drin Wälzen

Und so geht´s:

Die Hefe in die lauwarme Milch rühren und dann die übrigen Zutaten unterkneten. Dann sofort in ca. 25 Stücke unterteilen, “Rollen” machen, in Zucker wälzen und die Schlingen legen. Kurz gehen lassen und dann bei 200 Grad ca. 15 – 20 Min. backen. Sehr lecker!

Magischer Extra-Tipp:

  • Da bei diesem Gebäck kein Zucker im Teig ist, eignet es sich auch gut, wenn man ganz kleine Kinder hat, die noch keinen Zucker bekommen sollen. Einfach ein paar Stück nicht in Zucker wälzen.

Bloglieblinge

Die Elfe und ich schweben im Siebten Himmel! Gleich 3 liebe Blogger haben Mamagie zu einem ihrer liebsten Blogs erklärt, nämlich:

 

  • Shira von Erdbeerkönigreich, einem Blog mit vielen Rezepten – gerne auch japanischen Spezialitäten – aber auch diesem und jenem, auf das sie sonst noch gestoßen ist.
  • Isa, die das Blog Menschenskinder schreibt, die mir mit der Verleihung des Liebster-Blog-Awards zuvor kam. Das Blog dreht sich rund um ihr Leben mit dem 11 Monate alten Igelchen.
  • Andrea mit dem Blog Meine kleine Wunderwelt, einem noch ganz neuen Blog rund um Rezepte und Gedanken aus Andreas Alltag.

Auf einen Teil dieser schönen Blogs bin ich erst durch den Award gestoßen, daher finde ich ihn echt eine super Sache, denn gute Blogs kann man nie genug kennen. ;-) Nun möchte ich euch natürlich auch verraten, welches meine Lieblingsblogs rund um das Thema (Klein)kinder sind. In ungeordneter – denn die sind alle sooo toll – Reihenfolge sind das:

  • Bunte Knete - Frl. Päng schreibt in diesem bunten Blog über ihre genialen DIY-Projekte für ihr Zuckermädchen und über ihre vielen anderen Ideen.
  • Werkeltagebuch – Nina, die dieses Blog betreibt, gebührt besonderer Ehre, denn sie hat den “Upcycling Dienstag” ins Leben gerufen. Dort kann jeder immer Dienstags seine Ideen verlinken, wie man aus Altem sinnvolles Neues kreiert. In dem Blog geht es zwar auch um Ideen für Kinder, aber auch um vieles darüber hinaus.
  • Jerrys Welt – hier erzählt Nike vor allem von ihrem vierjährigen Sohn Jerry, der Downsyndrom hat und mit ganz viel Spaß und großen Fortschritten durchs Leben geht.
  • Baby, Kind und Meer – Maris Blog erzählt mit vielen schönen Bildern von ihren Erlebnissen mit ihren beiden Kindern. Außerdem gibt es immer wieder die eine oder andere Produktvorstellung oder Verlosung.
  • Unser Leben ist einmalig – dieses Blog sprengt zwar schon die 200-Leser-Marke (s.u.), ich möchte ihn euch aber trotzdem wärmstens empfehlen. Er wird nämlich von einer ganz lieben Mama geschrieben, die ich aus der “realen” Welt kenne. Sie schreibt Reiseberichte, Testberichte zu (hauptsächlich) Kinderprodukten und über alles andere, was ihr wichtig ist.

Am besten schaut ihr euch die Blogs gleich selbst mal an! Natürlich gibt es auch noch viele andere wunderschöne Blogs, aber diese Geheimtipps hebe ich mir noch auf – wer weiß, vielleicht gefällt ja noch jemand anderem Mamagie?! ;-) Hier noch eine Erklärung zum Liebster-Blog-Award:

“Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen. Es ist schwer, sich in der Unmenge von Weblogs hervorzutun und zu etablieren. Eine regelmäßige Leserschaft ist wichtig, um in den Tiefen des www wahrgenommen zu werden. Das wissen wir alle und deswegen soll der Award an Blogger verliehen werden, die einen selbst inspirieren und weniger als 200 regelmäßige Leser in ihrer Mitgliederliste eingetragen haben. Jeder, der einen Award erhalten hat, kann seine Freude an fünf weitere Blogger weiter geben, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen. Wenn man den Award also erhalten hat, sollte man folgendes tun: Poste den Award auf deinem Blog. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.”

Kennt ihr das GHK-Prinzip?

Nein? Ich kannte es bis vor kurzem auch noch nicht, bis ich auf diese Kolumne in der Süddeutschen Zeitung gestoßen bin. Die Buchstaben GHK stehen für “Gelassenheit”, “Humor” und “Konsequenz”. Diese Eigenschaften werden von der Autorin empfohlen, um auf Trotzanfälle der lieben Kleinen zu reagieren. Wer selbst noch keinen erlebt hat, darf gerne am ersten Trotzanfall der Elfe im Supermarkt teilhaben.

Nachdem ich mittlerweile schon einige Erfahrung mit den “Terrible Twos” sammeln durfte, kann ich dem GHK-Prinzip jedoch nur zustimmen:

  • Bleibt gelassen, auch wenn euer Kind im Restaurant zum 20. Mal lautstark kundtut, dass es lieber Pommes statt Reis hätte. Denn mit Gelassenheit könnt ihr besser abwägen, wie ihr die Situation für euch am zufriedenstellendsten löst.
  • Betrachtet die Situation eher von außen und mit Humor oder besser: Freundlichkeit. Mit einem Lächeln auf den Lippen erntet ihr auch ganz andere Reaktionen von eurem Umfeld als wenn ihr verbissen auf euer Kind einschimpft. Dies soll nicht heißen, dass ihr euer Kind auslachen sollt, so dass es sich und sein Problem nicht ernstgenommen fühlt. Den die Sache ist für euer Kind in dem Moment die wichtigste der Welt.
  • Überlegt was euch wichtig ist und bleibt bei diesen Dingen auch konsquent. Denn nur wenn euer Kind weiß woran es ist, kann es sich darauf einstellen.

So, nun mache ich mich mal wieder daran, das GHK-Prinzip in der Praxis zu üben…

Magische Extra-Tipps:

Einen Trotzanfall könnt ihr durch gute Vorbereitung am ehesten umgehen. Überlegt daher vorher, ob eine Situation z.B. lange Wartezeiten für euer Kind mit sich bringt oder besondere Versuchungen wie Süßigkeiten verlocken werden.

  • Bei einem Restaurantbesuch oder langen Zugfahrten/Flügen, habe ich immer einiges an Spielzeug dabei. Es eignen sich je nach Alter des Kindes:  Buntstifte und Papier, Aufkleber, Magnetzeichentafel, kleine Autos, eine Köpfkette, Puppe mit Zubehör, kleine Fingerpüppchen, kleine Büchlein, eine Würfelkette zum Zerschneiden… also alles was handlich ist und keinen Lärm oder Schmutz macht.
  • Tipps zum Einkaufen mit Kleinkindern habe ich bereits schon mal aufgelistet, klickt einfach auf den Link.

Und was sind eure Survival-Tipps für Trotzanfälle? Immer her damit, wir können sie alle gut gebrauchen!