Kleinkinder sind Team Player

Manchmal – oder auch öfters 😉 – hat man als Eltern ja das Gefühl, einen kleinen Egoisten großzuziehen. Wenn es darauf ankommt, sind aber bereits kleine Kinder richtige Team Player, wie Forscher der Universität in Durham feststellten. Sie ließen Drei- und Vierjährige eine spezielle Box öffnen, wozu drei aufeinander aufbauenden Schritte nötig waren. Für jeden Schritt waren zwei Aktionen parallel auszuführen, um schließlich an die Leckereien in der Box zu kommen.

In fünf von acht Kindergruppen gab es jeweils mindestens zwei Kinder, die die Box öffnen konnten. Die Kinder gingen dabei gemeinschaftlich vor und unterstützen sich, machten Handlungen nach und gaben sich Anweisungen. Und, liebe Eltern, aufgepasst: Zudem gab es in den Gruppen 215 altruistische Ereignisse, wie z.B die Weitergabe von Belohnungen. Weitere Informationen zur Studie findet ihr hier.

Magischer Extra-Tipp:

  • Falls euren Kleinen die Studie aber völlig egal ist und sie partout das Spielzeugauto/ die Schaukel/ den Schoß der Oma nicht mit anderen Kindern teilen möchten, hilft vielleicht folgender Trick: Sie sollen sich abwechseln. Leon darf einmal rutschen, dann Sarah, dann wieder Leon. Lisa darf die Puppe eine Minute halten, während sie Mia ihren Hasen gibt, dann bekommt sie wieder die Puppe. Auch wenn die Kleinen natürlich noch nicht wissen, wie lange eine Minute ist, so kappieren sie schnell, dass sie bald wieder an der Reihe sind. Bei uns im Freundeskreis funktioniert diese Methode sehr gut.

DIY Dienstag: Fähnchen selbermachen

Die Elfe war vor Kurzem auf ihrem ersten „Hello Kitty“-Geburtstag eingeladen – ja, da hat eine Marketingabteilung ganze Arbeit geleistet, wenn selbst Zweijährige schon auf die weiße Katze stehen. Die Mutter des Geburtstagskinds hatte keine passenden Fähnchen gefunden und kurzer Hand welche selbst gemacht. Die Idee fand ich echt einfach und gut, daher möchte ich sie euch gerne vorstellen. Wer weiß, vielleicht plant ihr ja in Kürze eine „Mickey Mouse“-, „Cars-“ oder „Thomas, die Lokomotive“-Party und steht vor dem gleichen Problem. 😉 Sie sehen aber sicherlich auch „ungebrandet“ gut aus.

Für die selbstgemachten Fähnchen benötigt ihr:

  • Servietten mit eurem Wunschmotiv
  • Bambus-Stöcke oder ähnliches (wie sie z.B. zum Blumen anbinden genutzt werden)

Einfach den Bambus-Stock auf die gewünschte Länge zusägen und die Serviette dran festkleben.

Magische Extra-Tipps:

  • Die Fähnchen wurden übrigens genutzt, um bei lustigen Liedern fröhlich mitzuwedeln. Das fanden die Kleinen super!
  • Aber auch als Deko machen Fähnchen was her.

Ostereier anmalen mit Kleinkindern

Auch wenn sie im letzten Jahr schon fleißig Eier gesucht hat, wird die Elfe Ostern in diesem Jahr das erste Mal bewußt erleben. Mit einer alten Tradition wollte ich sie darauf einstimmen: Dem Ostereier-Bemalen.

Die Eier haben ich extra schön hat gekocht, damit sie das Bemalen auch überstehen. 😉 Zum Anmalen haben wir selbstgemachte Fingerfarbe verwendet, das hat super geklappt und der Elfe echt Spaß gemacht.

Jetzt kann der Osterhase kommen! Die Ostereier werden auch im crealopee-Spezial Ostern & Frühling verlinkt.

Selbstgemachte Fingerfarbe

Ich habe ja schon berichtet, dass die Elfe sehr gerne malt und bastelt. Daher haben wir vor ein paar Tagen Fingerfarbe selbst gemacht. Wie immer sollte es kindersicher sein, d.h. zur Not auch abgeschleckt werden können.

Für die selbstgemachte Fingerfarbe benötigt ihr:

Einfach die Maisstärke mit Wasser verrühren und kurz aufkochen, bis die Konstistenz dickflüssiger wird, eben wie Fingerfarbe. Die Masse wird etwas glibrig. Abkühlen lassen. Dann in Portionen unterteilen und die gewünschte Farbe zugeben, umrühren – fertig!

Magischer Extra-Tipp:

  • Die Fingerfarbe bekommt beim Trocknen einen seidigen Glanz. Allerdings zieht sich das Papier dabei etwas zusammen. Aber wir haben die Farbe ja eigentlich auch nicht für Papier, sondern für etwas ganz anderes gemacht. Für was? Wir haben damit Ostereier angemalt.

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DIY Dienstag: Entdecker-Schüttelflasche

Diese Schüttelflasche ist nicht als Rassel für Babys gedacht, sondern als Spielzeug für Entdecker, die schon im Kleinkind- oder Kindergartenalter sind. In der Flasche sind kleine Dinge versteckt, die man durch Schütteln finden kann.

Sensork-Spiel, Sinne und Wahrnehmung stärken mit Entdecker-Spielzeug

Für die Schüttelflasche braucht ihr:

Einfach alle „Zutaten“ in die Plastikflasche füllen. Die Flasche sollte nur ca. zu 4/5 gefüllt sein, damit beim Schütteln die kleinen Sächlein „freigelegt“ werden.

Magische Extra-Tipps:

  • Weitere Spielvariante für Kindergartenkinder: Sie können auch abmalen, was sie entdeckt haben, oder vorher eine Liste malen und dann abhaken, ob sie alles gefunden haben.
  • Wenn ihr die Dinge in der Flasche immer wieder austauscht, bleibt die Schüttelflasche lange interessant.

Fröhliches Schütteln!

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Spielzeug für Kleinkinder selber machen

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fernsehen macht kleine Kinder dumm

Als die Elfe gerade einmal ein halbes Jahr alt war, unterhielten sich die Mütter bei einem Spieltreff darüber, mit welchen Videos man denn Babys am besten fördere. Besonders warm empfohlen wurden Videos mit so vielversprechenden Namen wie „Baby Einstein“. Ehrlich gesagt bin ich aus allen Wolken gefallen, wäre ich doch nicht im Traum darauf gekommen, die Elfe mit dem Schnuller im Mund vor den Fernseher zu setzen und mir dabei auch noch einzubilden, dass ich sie damit besonders fördere.

Dringend vom Fernsehkonsum für Untervierjährige raten auch die Wissenschaftler der Universität von Montreal ab. In einer mehrjährigen Sudie untersuchten sie die Auswirkungen des Fernsehkonsums von Zweijährigen auf deren akademische Leistungen, deren Lebensstil und ihr allgemeines Wohlbefinden in späteren Jahren. Die Ergebnisse erschreckten sie selbst: Zehnjährige mit hohem Fernsehkonsum als Kleinkind waren im Schnitt um 6% schlechter in mathematischen Fächern, machten um 7% weniger im Unterricht mit und waren um 10% weniger körperlich aktiv. „Sie sind später häufiger Opfer von Mobbing in der Schule, haben einen inaktiveren Lebensstil, essen mehr Junkfood und haben dadurch auch einen höheren Body Mass Index.“ Stellt Linda S. Pagani, Professorin für Psychologie an der Universität von Montreal, fest. Anders als die oben erwähnten Mütter ist die Wissenschaftlerin der Meinung, dass jede Stunde Fernsehen im Alter zwischen zwei und vier Jahren die Entwicklung verzögern und exzessiver Fernsehkonsum zu ungesunden Gewohnheiten führen kann. Mehr dazu findet ihr hier.

Bei Studien muss man immer vorsichtig sein, wenn man nicht beurteilen kann, ob evtl. noch andere Faktoren eine Rolle spielen bzw. ob das Fernsehen hier die Ursache oder die Wirkung war. Sprich, ob die Kinder vor dem Fernseher geparkt wurden, da man sich nicht mit ihnen beschäftigen wollte, und sie daher auch sonst nicht gefördert wurden. Trotzdem bleibt für die Elfe der Fernseher erst einmal aus – auch nach ihrem zweiten Geburtstag. Es gibt doch sooo viel schönere Dinge, die man gemeinsam machen kann: Basteln, Bücher lesen und Sauerei machen zum Beispiel.

So, jetzt bin ich mal gespannt, wie die anderen Teilnehmer der Eltern-Kind-Blogparade das Thema Mediennutzung von Kindern sehen. Ein Tipp habe ich noch und zwar wie man kleine Genies schafft. 😉

Kuscheltiere sind wichtige Begleiter für Kinder

Darf ich vorstellen: Gigi und die Maus.

Das sind die beiden besten Freunde der Elfe. Gigi war das erste Kuscheltier, das sie geschenkt bekam und zwar noch vor ihrer Geburt. Witzigerweise hat sie genau diese Giraffe zu ihrer innigsten Vertrauten auserwählt. Aus einem ganzen Berg von Stofftieren, die sie ihr Eigen nennt.

Letztes Weihnachten kam dann noch die Maus dazu. Die hat sie als Ersatz für ihre erste Spieluhr, die leider dem Dauerbetrieb nicht standgehalten hat, von ihrer Patentante bekommen. Vom ersten Moment ihrer Geburt per Kaiserschnitt aus dem Päckchen an, hat die Elfe sie in ihr Herz geschlossen. Nun müssen immer beide mit ins Bett.

Die Elfe befindet sich mit ihrer Kuscheltierliebe in guter Gesellschaft: Laut einer Studie der Stiftung „Chancen für Kinder durch Spielen“ in Kooperation mit dem Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen haben 75% aller 1- bis 6-jährigen einen vergleichbaren engen Gefährten. Mädchen noch öfters als Jungs. Als Ergebnis stellt die Studie Folgendes fest.

Die Kuscheltiere erfüllen wichtige Funktionen:

  • Sie geben Geborgenheit beim Einschlafen
  • Sie sind Seelentröster
  • Sie geben Sicherheit bei neuen Herausforderungen
  • Sie machen Schönes noch schöner
  • Sie sind Spielpartner beim Nacherleben neuer Erfahrungen
  • Sie sind Lernpartner beim Auseinandersetzen mit Regeln
  • Sie sind Spielpartner für Fantasie- und Versorgungsspiele
  • Sie sind Gesprächspartner bei der Reflexion

Das Kuscheltier spendet in diesen Situationen Trost und gibt Halt, Wärme und Sicherheit. Je öfters das Kind mit dem Gefährten spielt, desto enger wird die Beziehung zu ihm. Die Eltern sollten unbedingt vermeiden, das Kuscheltier abfällig zu behandeln, da dies für das Kind einer pschologischen Verletzung seiner selbst gleich kommt.

Zusätzlich hilft das Kuscheltier dem Kind in Rollenspielen kleine Verletzungen, Anerkennungen oder andere Situationen zu verarbeiten. Es spielt somit eine wichtige Rolle bei der Selbst-Versicherung des Kindes und somit im weitesten Sinne auch zur psychologischen Gesundheit. Die Eltern können bei der Beobachtung dieser Rollenspiele viel über das Seelenleben des Kindes erfahren.

Tipps für Eltern:

  • Fördert die Bindung zum Kuscheltier und helft so den Selbstheilungskräften eures Kindes und dem Aufbau seiner Identität.
  • Geht sensibel mit Rückmeldungen um, die ihr vom Kind im Spiel mit seinem Kuscheltier bekommt.
  • Überlasst eurem Kind, ob es sich für ein Kuscheltier entscheidet und für welches und freut euch darüber.
  • Achtet, wenn möglich, auf die gute Qualität und Schadstofffreiheit des Kuscheltiers.
  • Achtet, wenn möglich, darauf, dass das Kuscheltier dem Kind Gestaltungsmöglichkeiten lässt. (D.h. es sollte möglichst nicht alles durchgestylt und festgelegt sein, z.B. mit Krönchen und Zauberstab.)
  • Nehmt bewusst war, welche Werte das Kuscheltier verkörpert (z.B. bei Cartoon-Charakteren).
  • Versucht zu verstehen, wann, wo und wie euer Kind seinen Gefährten nutzt.
  • Versucht die Zahl der verfügbaren Kuscheltiere des Kindes zu begrenzen, damit es nicht überfordert wird.
  • Akzeptiert die Wahl und den Geschmack eurer Kinder, wobei dieser auch lenkbar ist, in dem ihr betont, was euch besonders gut gefällt.

Den interessanten Ergebnisbericht der Studie findet ihr hier.

Magischer Extra-Tipp:

  • Versucht, das Lieblingskuscheltier möglichst mehrfach zu haben und die verschiedenen Exemplare regelmäßig auszutauschen, damit sie gleichermaßen bespielt sind. So vermeidet ihr tränenreiche Abende, falls eines verloren geht.

Händewaschen schützt vor Krankheiten

Leider scheint sich das in Deutschland jedoch noch nicht rumgesprochen zu haben. Denn laut einer Studie des Hygiene Councils vom Juni 2011 waschen sich deutlich weniger als die Hälfte aller Kinder in Deutschland die Hände, bevor sie sich zum Essen an den Tisch setzen. In Schwellenländern wie Indien und Malaysia liegt die Quote wesentlich höher.

Es reicht jedoch nicht, die Hände nur kurz unter den Wasserhahn zu halten. Untersuchungen der Universität Regensburg ergaben, dass 30-sekündiges Händewaschen mit Flüssigseife und Wasser nahezu alle Keime entfernt. Kaltes Wasser reicht hierzu übrigens aus. Weitere Infos findet ihr hier. Ein Poster mit einer Anleitung zum Händewaschen gibt es vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn.

In Fällen, in denen keine Möglichkeit zum Händewaschen besteht, tun auch flüssige Desinfektionsmittel ihren Dienst. Diese sollten mindestens 60% Alkohol enthalten und großzügig aufgetragen werden. Ärzte bezeichnen das Händewaschen jedoch als effektiver. Mehr dazu hier.

Gerade in der Erkältungs- und Grippezeit ist das Händewaschen sehr wichtig und je früher es den Kleinen beigebracht wird, desto selbstversändlicher übernehmen sie es in den Alltag.

Elternliebe schafft Genies

…oder zumindest die besten Voraussetzungen hierfür. Das ist jetzt auch anatomisch bewiesen: Eine Studie der Washington University School of Medicine hat gezeigt, dass Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren, die von ihrer Mutter in den ersten Lebensjahren liebevoll unterstützt und bekümmert wurden, einen 10% größeren Hippocampus haben. Das ist eine Struktur im Gehirn, die für das Lernen, das Erinnerungsvermögen und die Stressbewältigung eine Schlüsselrolle spielt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es generell keine Rolle spielt, ob die Bezugsperson die Mutter, der Vater, die Oma oder eine andere Person ist, solange das Kind liebevoll großgezogen und unterstützt wird. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Drinnen spielen: sauberes Matschen

Was tun kleine Kinder lieber als rummatschen? Nichts! Nur manchmal ist es eben so, dass man die schöne warme Wohnung vorzieht, obwohl das Wetter optimale Voraussetzungen zum draussen Rummatschen bieten würde. Gut, dass der kleine Freund der Elfe die Lösungsidee aus dem Kindergarten mitgebracht hat: Sauberer selbstgemachter Matsch.

Wie sauberer Matsch? Ja ehrlich: Sauber ist der Matsch deshalb, da man ihn nach dem Trocknen einfach beseitigen kann, dazu unten mehr.

Zum sauberen Matschen braucht ihr:

  • Maisstärke
  • Wasser

Einfach 1 Tasse Wasser mit einer 1/2 Tasse Maisstärke mit den Fingern vermischen und die Matscherei kann los gehen. Der selbstgemachte Matsch hat eine ganz lustige Konsistenz, da die Maisstärke fast trocken wird, wenn man den Matsch fest zusammenpresst. Dadurch fördert das Matschen auch die sensorische Wahrnehmung der Kleinen. Ihr könnt die Mengen beliebig variieren, dann gibt es immer wieder eine spannende neue Variante.

Und nun das Beste daran: Es ist kein großes Problem, wenn der Matsch auf den Stuhl, Teppich oder sonst wohin tropft – einfach trocknen lassen und dann ausbürsten bzw. aufsaugen.

Magischer Extra-Tipp:

  • Ich habe auch schon verschiedene Lebensmittelfarben in die Matsche getan. Das gibt spannende Effekte, wenn die ineinander laufen. Allerdings ist dann die Eigenschaft weg, die mir (fast) am besten an der selbstgemachten Matsche gefällt: Dass sie keine Flecken gibt und einfach aufgesaugt werden kann. Das geht mit Farben natürlich nicht mehr.

Ihr braucht bei der Kälte noch mehr Spielideen für drinnen? Wie wäre es mit Indoor-Sandeln?